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Bioölerfahrungsbericht

Maschinenring- und Betriebshilfsring Wetterau und Umgebung e. V., Kölner Str. 10, 61200 Wölfersheim, Georg Dierschke


Der Rapsanbau gewinnt ebenso wie die technische Nutzung des Rapsöls als Hydrauliköl in der deutschen Landwirtschaft zusehends an Bedeutung. Den Hauptvorteil der Bioöle, nämlich die schnelle biologische Abbaubarkeit, sollte gerade die Landwirtschaft für sich nutzen. Wir vom Maschinenring Wetterau und Umgebung (MR) setzen uns deshalb für die Umrüstung auf biogene Schmierstoffe ein. Geringere Kosten bei Ölunfällen machen den Einsatz von Rapshydrauliköl auch betriebswirtschaftlich interessant.

Als Vermittlungsstelle leistet der Maschinenring Wetterau nicht nur technischen Innovationen Vorschub, sondern spielt auch für den Einsatz überbetrieblicher Technik eine wichtige Rolle. 950 der insgesamt 1.200 Mitgliedsbetriebe bauen auf über 6.000 ha landwirtschaftlicher Fläche Zuckerrüben an. 400.000 t Rüben werden jährlich von 11 selbstfahrenden 6-reihigen Zuckerrübenrodern geerntet, von vier Lademäusen auf 50 Lkw verladen und zur Zuckerfabrik transportiert. Die Maschinen sind in Besitz von acht Gesellschaften bürgerlichen Rechts.


Der MR war auch Initiator bei der Umstellung aller Roder und Ladegeräte auf Rapshydrauliköl. Von einzelnen Maschinen lagen damit schon 10 Jahre Betriebserfahrungen vor. Insgesamt haben wir im Rahmen des Markteinführungsprogramms vier Roder (Bj. 99/00), zwei Ladegeräte (Bj. 98/00) und ein Radlader (Bj. 86) umgeölt. Als Neuanschaffungen wurden zusätzlich zwei Roder werksseitig mit Rapshydrauliköl ausgerüstet. Die Umölung erfolgte durch einen mobilen Werkstattservice vor Ort. Das System wurde zweimal gespült, damit die Restkonzentration an Mineralöl unter 2 Prozent lag. Nach 50 Betriebsstunden haben wir einen zusätzlichen Hydraulikölfilterwechsel durchgeführt. Insgesamt ergaben sich keine technischen Probleme. Die Mehrkosten deckte das Förderprogramm komplett ab.

Der Einsatz von Rapshydrauliköl ist für unser Unternehmen ein weiterer Mosaikstein in einem Konzept, das die Verwendung nachwachsender Rohstoffe und damit ein positives Image der Landwirtschaft fördert. Schon seit acht Jahren betreiben wir alle 50 Lkw mit Biodiesel, im Jahr 2000 auch einen Teil der Rübenroder. Die positiven Betriebserfahrungen ermöglichen uns jetzt bei passenden Marktverhältnissen und politischen Rahmenbedingungen eigene Produkte zu fahren und so eine zusätzliche Wertschöpfung in der Landwirtschaft zu erzielen. Im Bereich der biogenen Hydrauliköle sehen wir gute Chancen für neue Absatzmärkte.

(Kontaktadresse zu diesem Thema: g.dierschke@mr-wetterau.de)


weiterer Erfahrungsbericht

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.     

Kontakt

Georg Dierschke
(Geschäftsführer)





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