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Raps - Deutschlands bedeutendste Ölpflanze

Raps in Deutschland Kaltgepresstes Rapsöl
Wer verwendet Rapsöl in Deutschland? Feines Rapsöl
Die Geschichte des Rapsöles  
Hier können Rapsölfahrer tanken Wetterauer Rapsöl

         






Raps ist Deutschlands wichtigste Ölpflanze.

Rund 1,1 Millionen Hektar Anbaufläche - das sind gut 9 Prozent der gesamten deutschen Ackerfläche - machen Raps zu einer der bedeutendsten Kulturpflanzen überhaupt und Deutschland innerhalb der europäischen Union zu einem der führenden Rapserzeugerländer.  In Deutschland wird überwiegend der sogenannte Winterraps angebaut, der im August ausgesät wird. Im Mai des darauffolgenden Jahres erstrahlt dann das leuchtende Gelb blühender Rapsfelder. Geerntet wird der Raps - je nach Witterung - zwischen Juli und August. Raps ist eine wahre "Powerpflanze". 100 Blüten an einer einzigen Rapspflanze mit jeweils etwa 20 Samenkörnern, die einen Ölgehalt von über 40 % entwickeln - das ist die enorme Bilanz dieser leistungsstarken Pflanze! Damit liefert ein Hektar (= 10.000m2) Raps drei bis fünf Tonnen Rapssaat, aus der durchschnittlich etwa 1.400 Liter Rapsöl gewonnen werden.

Elf große und mehr als 40 kleinere Ölmühlen verarbeiten die geerntete Rapssaat in Deutschland. In 2000 waren das mehr als 4,4 Millionen Tonnen! Dies entspricht einem Anteil von etwa 50% der insgesamt verarbeiteten Ölsaaten. Der größte Teil der Rapssaat - etwa 60% - wird zu Speiseöl weiterverarbeitet. Da die Ölausbeute aus den Rapssamen so hoch ist, können 58% des gesamten Speiseölbedarfs in Deutschland durch Rapsöl gedeckt werden. Damit ist Rapsöl das bedeutendste deutsche Pflanzenöl!

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Wer verwendet Rapsöl?

Mit 64 Prozent hat die schwarze, kleinkörnige Rapssaat einen ganz wesentlichen Anteil an der Ölsaatenverarbeitung in Deutschland. Doch damit nicht genug. Aufgrund des ausgesprochen hohen Ölanteils der Rapssaat - mindestens 40 Prozent - stellt Rapsöl heute sogar mit 1,8 Millionen Tonnen etwa 60 Prozent der in der Bundesrepublik hergestellten Ölmenge dar! Damit ist Rapsöl das mengenmäßig bedeutendste Pflanzenöl in Deutschland.
In den Nahrungsmittelbereich gehen 700.000 Tonnen Rapsöl. Knapp 35 Prozent werden zu Margarine, gut 25 Prozent in anderen Nahrungsmitteln verarbeitet. Damit entfallen noch etwa 265.000 Tonnen auf den Großverbraucherbereich sowie den Verzehr in privaten Haushalten und der Kleingastronomie.

Rapsöl erfreut sich vor allem im Bereich der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung besonders großer Beliebtheit. Dies liegt an seinen hervorragenden küchentechnischen Eigenschaften, seinem neutralen Geschmack und Geruch sowie an der guten Hitzebeständigkeit. Nahezu 60 Prozent des im GV-Bereich verwendeten Speiseöls ist Rapsöl! Privathaushalte decken ihren Bedarf in der Regel über den Lebensmitteleinzelhandel. Der Mengenumsatz des ‚gesunden Alleskönners' beläuft sich hier auf gut 30 Prozent. Allerdings zeichnet sich der "maître de cuisine" bis dato noch durch Bescheidenheit aus.

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Wussten Sie, dass die Geschichte der Öllampen weit älter als „1001 Nacht“ und noch vielseitiger als Aladdins Wunderlampe ist?

Denn: Öllampen sind nicht ausschließlich eine Erfindung der orientalischen Länder. In Europa nutzten die Menschen schon im Mittelalter Öl, um Wärme und Licht in die eigenen „vier Wände“ zu bringen. Bis zur Einführung des preiswerteren Petroleums in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hierfür bevorzugt das aus den Samen der Rapspflanze gewonnene Öl verwendet. So ist Rapsöl seit jeher aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken. Doch nicht nur anno dazumal wurde Rapsöl - in seiner Verwendung als Lampenöl – zum Muss im Haushalt, heute ist es als Speiseöl wichtig wie nie zuvor!

Im 19. Jahrhundert entdeckte die Wissenschaft das „Gold des Nordens“. Erste Züchtungsmaßnahmen an der Rapspflanze begannen. Intensiviert wurde diese Arbeit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die kontinuierliche und konsequente Weiterentwicklung in den zurückliegenden Jahrzehnten bildet das Fundament für die Hochwertigkeit und Verwendungsvielfalt moderner Rapssorten. So wurden bereits Anfang der 70er Jahre unerwünschte oder störende Pflanzeninhaltsstoffe, wie die Erucasäure, herausgezüchtet. Die heutigen Rapssorten enthalten nur noch etwa 0,1% Erucasäure. Diese erucafreie Rapssorte, der sogenannte 0-Raps (Null-Raps), weist durch den Austausch der einfach ungesättigten Erucasäure durch die ebenfalls einfach ungesättigte - dafür äußerst gesunde - Ölsäure ein für die menschliche Ernährung nahezu ideales Fettsäurenmuster auf.

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Kaltgepresste Rapsöle

Eine wertvolle Spezialität und eine echte Delikatesse für den anspruchsvollen Gaumen sind Kaltgepresste Rapsölspezialitäten. Diese behutsam hergestellten Öle überzeugen durch einen eindrucksvollen nussigen Geschmack und die regionale Vielfalt der Anbieter.

Kaltgepresste Rapsölspezialitäten werden sehr schonend gepresst. Sie werden aus der gereinigten Rapssaat ausschließlich durch den mechanischen Druck und die Bewegung der Samenkörner in einer kleinen, sich kontinuierlich drehenden Schneckenpresse gewonnen. Die in der Presse entstehende Reibungswärme ist sehr gering – deshalb spricht man hier von „Kaltpressen“. Das so gewonnene Öl wird mehrfach gefiltert und ansonsten nicht weiter aufbereitet. Kaltgepresste Rapsölspezialitäten sind ideal für Salate, Dips und Marinaden.

Die vielfältigen Fettbegleitstoffe sind verantwortlich für die besonders delikate nussige Note und die intensiv goldgelbe Farbe. Das Öl wird dadurch aber auch empfindlich gegen Erhitzung und Luftsauerstoff. Durch die Veredelung mit reinem Wasserdampf kann die Haltbarkeit Kaltgepresster Rapsölspezialitäten auf bis zu ein Jahr verlängert werden. Dieser Prozess verleiht dem Öl einen etwas milderen Geschmack, das typische Nussaroma bleibt dabei erhalten. Vielfach wird dieses Öl auch als „Rapsöl 1.Pressung“ oder als „Dampfveredelt“ bezeichnet.

Bundesweit stellen ca. 40 kleine Ölmühlen Kaltgepresste Rapsölspezialitäten her und vertreiben sie regional in Restaurants, auf Wochen- und Hofmärkten. Auch in Reformhäusern und Naturkostläden finden sie sich, mitunter auch aus ökologischem Anbau.

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Feines Rapsöl

Ob zum Braten, Backen, Frittieren, für den frischen Salat oder die leckeren Weihnachtsplätzchen – Rapsöl ist überall ein „Küchenmeister“!

Wetterauer Rapsöl aus eigener Produktion!

Je nach Verarbeitung der im August geernteten Rapssaat entstehen unterschiedliche Rapsöl-Varianten mit jeweils charakteristischen Eigenschaften. Aus der größten Menge der Rapssaat wird das Feine Rapsöl hergestellt. Es lässt sich bis auf 180 °C erhitzen, ist geschmacks- und geruchsneutral und bringt den Eigengeschmack der Speisen voll zur Geltung. Das Feine Rapsöl wird auf mechanische Weise aus den Rapssamen mit Hilfe der sogenannten Schneckenpresse gewonnen. Vor dem Pressen werden die Samenkörner gereinigt, zerkleinert und erwärmt. Um eine optimale Ölausbeute zu gewährleisten, erfolgt zusätzlich eine Extraktion des Pressgutes. Anschließend wird das Öl mit verschiedenen Verfahren gereinigt. So werden z.B. Geruchs- und Farbstoffe entfernt, um das Rapsöl „fit“ für alle Zubereitungsarten zu machen.

Der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen wird bei diesen Reinigungsverfahren nicht beeinträchtigt. Besonders praktisch ist die lange Haltbarkeit von Feinem Rapsöl - dunkel und kühl gelagert, problemlos bis zu einem Jahr. Feines Rapsöl wird von elf großen Ölmühlen hergestellt und von ca. 20 Anbietern im Sortiment geführt. Feines Rapsöl ist, leider immer noch meist als undeklariertes „Pflanzenöl“, in den meisten Supermärkten erhältlich.

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